Stehen Sie gerne im Stau? Dabei wären viele Staus vor allem auf deutschen Autobahnen vermiedbar – und damit deren Folgen ebenso. Die Politik steht dabei aber gewissermaßen auch im Stau. Dabei sind die Folgen, Rahmenbedingungen sowie die Opportunitätskosten abschätzbar und eigentlich eindeutig. Eigentlich.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat zwischen 2007 und 2008 ganze 104.251 Staumeldungen gezählt. Das führte dazu, dass man etwa 180.000 Stunden im Stau stand. Dass dies nicht nur für Logistikunternehmen, Vertreter usw. reale Kosten bedeutet, ist offensichtlich. Hier sollen aber die umwelttechnischen Aspekte im Fokus stehen. Mehr zu den Stau-Kosten im Wissen Weblog.
Das dabei natürlich die Motoren unnötig länger laufen, ist klar. Benzinmehrverbrauch, CO2-Ausstoß steigt, Umleitungen sind die häufigsten Folgen mit Auswirkungen auf die Umwelt.
Laut Focus errechnete der Verlehrsforscher Frank Schmid Ende 2007, dass die Staus 714.000 Tonnen mehr CO2 verurachen. Demnach wären 7% des CO2-Ausstoßes von PKWs allein durch Staus begründet. Das wäre schon enorm.
Dabei könnte man mit Nachtbaustellen beispielweise viele Staus vermeiden. Laut einer aktuellen Sendung des Verbrauchermagazins Forntal21 sprächen bei den Verantwortlichen ageblich finanzielle Gründe dagegen. Selbst wenn man deren Kosten isoliert betrachte, gäbe es durch Nachtbaustellen kaum Mehrkosten.
Wenn Sie also nächstes Mal an einer “unbemannten” Autobahnbaustelle vorbeischleichen, denken Sie daran.